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29.1.2022
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Warum wir alte Klamotten lieben

Die Gegenbewegung zur Fast Fashion ist auf dem Vormarsch. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist in aller Munde und Begriffe wie Vintage, Retro oder Second Hand sind dir in der heutigen Mode sicherlich schon begegnet.

Dabei geht es – vereinfacht gesagt – um Kleidungsstücke aus alten Jahrzehnten, die heute ihr Revival feiern. Aber warum ist der Oldschool-Trend so beliebt? Und vor allem: Wo kannst du ihn kaufen?

Vintage, Retro, Second Hand – alles das Gleiche?

Klären wir zunächst einmal die Begrifflichkeiten. Denn Vintage, Retro und Second Hand sind widererwartend nicht das Gleiche.

Als Retro werden Dinge bezeichnet – seien es Möbel oder Klamotten –, die im Stil eines alten Jahrzehnts entworfen wurden. Die Produkte selbst sind aber neu. Mit ihrem Stil werfen sie lediglich retrospektiv einen Blick zurück auf die Vergangenheit.

Bei Vintage-Artikeln dagegen handelt es sich um wirklich alte Möbel oder Kleider. Bleiben wir bei den Klamotten, dann sprechen wir von Original-Mode, die aus den 1920er bis 1980er Jahre stammt. Der Begriff „Vintage“ wird aus der Weinterminologie abgeleitet, nämlich von „Vendage“, was so viel wie „Jahrgang“ bedeutet. Übersetzt können wir damit von etwas „erlesenem“ sprechen und das kommt dem heutigen Vintage-Gedanken tatsächlich sehr nahe: denn die Mode aus den alten Jahrzehnten ist etwas Besonderes.

Second-Hand bezieht sich zunächst einmal auf die Tatsache, dass Artikel schon einen oder mehrere Besitzer*innen hatten. Second-Hand-Shops verkaufen gebrauchte Artikel, darunter auch Vintage-Artikel. Das können Klamotten aus allen möglichen Jahrzehnten sein. Hier heißt es dann stöbern, um Vintage-Mod, genauso gut aber auch modernere, wenn auch gebrauchte, Retro-Klamotten zu finden.

Mit Vintage-Mode zu mehr Individualität und Nachhaltigkeit

Möglicherweise wurde es viele Jahre getragen und hat eine Zeit miterlebt, die dir selbst völlig fremd ist. So wird das Tragen von Vintage-Mode schnell zu einem einzigartigen Erlebnis. Aber interessant werden die Klamotten auch deshalb, weil sie sich nicht der Massenware unterordnen.

Kleidungsstücke aus zweiter Hand sind nicht nur deutlich nachhaltiger, jedes Teil erzählt auch eine eigene Geschichte.

Jedes Stück ist ein Einzelteil und die Individualität der Kleidung unterstreicht damit auch die des Trägers oder der Trägerin.

Die Themen Nachhaltigkeit und Individualität sind in unserer Gesellschaft derzeit weit verbreitet. Es liegt also nahe, dass die Zuwendung zu gebrauchter Mode zunehmend mehr Aufmerksamkeit erhält. Trotzdem liegt dem Oldschool-Trend noch etwas fundamental anderes zugrunde: Nostalgie.

Dank Nostalgie Umbrüche überwinden

Nostalgie galt früher als Krankheit, heute als notwendiger Bestandteil zur Überwindung von Umbrüchen. Immer, wenn etwas Neues ansteht, sehnen wir uns nach etwas Altbekannten, nach einer Sicherheit, die uns durch die momentane Unruhe trägt. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit sehnen sich viele Menschen nach mehr Ruhe, nach klaren Strukturen und alten Traditionen, nach dieser „guten alten Zeit“, in der „alles besser“ war.

Heute tragen auch viele junge Menschen Vintage-Klamotten, obwohl sie die vergangenen Jahrzehnte gar nicht miterlebt haben.

Das ist erstaunlich, denn die Angst vor der Zukunft ist nachvollziehbar – aber wieso sich an etwas klammern, dass gar nicht Teil der eigenen Identität ist? Halten wir dadurch nicht viel mehr an etwas Unbekanntem fest?

Die Antwort liegt in der kollektiven Wahrnehmung der Vergangenheit. Denn Rückblicke sind immer verzerrt. Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, dass wir uns nur die guten Dinge im Gedächtnis behalten. So reichen auch die Erinnerungen anderer aus:

Wir müssen die alten Zeiten nicht miterlebt haben – viel eher wirkt die Identifikation mit einer gemeinsamen, historisch verklärten Vergangenheit tröstend.

„True Vintage“ als Echtheitslabel und wo Vintage-Mode zu finden ist

Wenn du dich dazu entscheidest, alte Jahrzehnte in deinen Kleiderschrank zu holen, dann behalte eines unbedingt im Blick: Achte auf den Hinweis „True Vintage“. Denn dieses Label garantiert dir ein echtes, altes Vintage-Stück, das mindesten 20 – 25 Jahre alt ist. Wenn der Jahrgang mit angegeben ist, umso besser!

Gebrauchte Klamotten kann man selbstverständlich auf klassischem Wege finden: privat in alten Schränken, auf Flohmärkten, bei Wohnungsauflösungen. Die einfachste Art ist aber, einen Second-Hand-Laden aufzusuchen.

Hier muss man allerdings etwas Zeit mitbringen und auch etwas Glück haben. Wer sich erfolgreich durch das Sortiment wühlt, kann aber wahre Schätze, beliebte Vintage- oder Retro-Teile herausfischen. Die Suche, das “Herumstochern in der Vergangenheit” gehört hier zum Kauferlebnis dazu.

Die meisten Second-Hand-Läden findest du in unserer Hauptstadt, denn neben Budapest und Zagreb gilt Berlin als Hochburg der Ware aus zweiter Hand.

Mit 10.000-12.000 Läden in ganz Deutschland ist der Trend aber bundesweit vertreten.

Um auch einen Laden in deiner Nähe zu finden, kannst du möglicherweise mit Hilfe dieser Suchmaschinen und Shop-Tipps fündig werden:

Second-Hand-Mode Online kaufen

Online nach gebrauchten Artikeln zu suchen, ist natürlich auch eine Option. Tatsächlich gibt es auch eine ganze Reihe guter Onlineshops, die gebrauchte Kleidung anbieten. Bei manchen Shops musst du dich selbst auf die Suche nach individuellen Einzelteilen machen, andere sind auf Vintage-Mode spezialisiert. Im Folgenden findest du eine Liste mit den gängigsten Shops:

Second-Hand-Onlineshops:

Vintage-Onlineshops:

Apps:

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Text von

Bilder von

Becca McHaffie

Chrissie Kremer

Mei-Ling Mirow

Luca Merz

Dusan Jovic

Ellie Cooper

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